Konzeption


Evangelisches Haus für Kinder
Streitberger Berg 12

91346 Wiesenttal

Tel. 09196-397

Internet: www.kindergarten-streitberg.de
Email: kita.streitberg@elkb.de


Träger:
Evang. Luth. Kirchengemeinde
Streitberg
Pfarrerin Ulrike Werner


Überarbeitet im Juli 2016



Vorwort zur Konzeptionsbeschreibung des ev. Kindergartens Streitberg

Grüß Gott und herzlich willkommen im Evangelischen Haus für Kinder in Streitberg.
Wir freuen uns über ihr Interesse an unserem Haus.
Wir sind eine Kindertagesstätte, die nach dem Bayerischen Kinderbildungs-und Betreuungsgesetz (BayKiBig) vom 8. Juli 2005 gefördert wird. Trägerin unserer Einrichtung ist die evangelische Kirchengemeinde Streitberg.
Sie haben unsere Konzeption vor Augen. Sie ist sozusagen der inhaltliche „Bauplan“ unserer Einrichtung, die wir im Mai 2012 nach einer Generalsanierung bezogen haben.
Die Konzeption fasst grundlegend zusammen, welche Ziele wir uns in unserer Arbeit setzen. Sie bildet die Basis für die Pädagogik, für Teamgeist und Elterngespräche. Wir verstehen uns als liebevolle Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter unserer Kinder, die ab dem Alter von einem Jahr bei uns willkommen sind.
Herzliche Grüße
Pfarrerin Ulrike Werner


A. Vorstellung der Einrichtung

1. Gesetzliche Grundlagen unserer Arbeit

1.1 BEP

1.2 BayKiBiG

2. Beschreibung der Einrichtung

2.1 Geschichte des Kindergartens

Im September 1974 trafen sich interessierte Eltern mit Vertretern der beiden Kirchengemeinden Muggendorf und Streitberg und Vertretern der politischen Gemeinde Wiesenttal. Sie strebten die Einrichtung eines Kindergartens im teilweise leerstehenden Schulhaus in Streitberg an. Der damalige Beauftragte für Kindergartenwesen der bayerischen Landeskirche willigte in die Übernahme der Trägerschaft durch die evangelische Kirche ein.
So begann der Kindergartenbetrieb im Oktober 1974 mit 55 spontan angemeldeten Kindern, die in einer Vormittags- und einer Nachmittagsgruppe untergebracht wurden. Zum Personal gehörten damals die Leitung und eine Kinderpflegerin.
Im Jahr 1979 erfolgten weitere Umbaumaßnahmen. Es wurden ein Büroraum und eine kindgerechte Küche eingerichtet. Zehn Jahre nach der Eröffnung der Einrichtung entstand in einem nicht mehr benutzen Klassenzimmer im ersten Stock des Gebäudes, durch Eigeninitiative der Eltern, ein zweiter Gruppenraum. Zu diesem Zeitpunkt besuchten ca. 70 Kinder den Kindergarten. Letzte Umbaumaßnahmen zur Einrichtung eines Abstellraumes und eines Intensivraumes wurden 1984 vorgenommen.
Im Jahre 2011/12 wurde der Kindergarten generalsaniert, am 16. April 2012 konnten so eine neue Krippengruppe und zwei neu gestaltete Kindergartengruppen bezogen werden.

2.2 Gebäude und Außenflächen
Unsere Tagesstätte befindet sich neben der Dreieinigkeitskirche Streitberg, direkt an der Bundesstraße.
Die Gruppenräume unserer Einrichtung befinden sich in drei unterschiedlichen Ebenen. Der Kindergarteneingang befindet sich gegenüber der Kirche. Der Krippeneingang auf der Südwestseite des Neubaus.
Auf jeder Ebene befinden sich Garderoben, Sanitär- und Gruppenräume.
Der Kindergarten verfügt zudem über einen Personalraum, ein Büro, 3 Intensivräume, einen Putzraum, 2 Personaltoiletten, eine behindertengerechte Toilette, eine Küche und einen großen Mehrzweckraum.
Im Untergeschoss befindet sich der Ausgang zum Garten, der auch auf zwei Ebenen liegt.
Im oberen Bereich befinden sich ein Obst- und Gemüsehochbeet und ein Wasserspielplatz. Im unteren Teil finden sich Rutschen, Klettergerüst, Sandkasten, Spielzeughaus und ein überdachter Picknickplatz.



3. Einzugsgebiet und Lebensbedingungen
In unserer Kindertagesstätte werden Kinder aus Wiesenttal von 1 Jahr bis zum Ende der Kindergartenzeit betreut. Auch Kinder aus anderen Gemeinden sind bei uns herzlich willkommen.

4. Zielgruppe/Alter

4.1 Kindergartengruppen

Unsere Regenbogen- und Sonnengruppe werden von Kinder von 3 Jahren bis zur Einschulung besucht. Die Gruppenstärke beträgt meist 20 Kinder. Jede Kindergartengruppe wird von einer Erzieherin und einer Kinderpflegerin geleitet.

4.2 Krippengruppe
Bei den Krabbelkäfern werden Kinder von einem Jahr bis zum Eintritt in die Regelkindergartengruppe betreut. Die Gruppenbelegung liegt zwischen 8 und 12 Kindern, die von einer Erzieherin und einer Kinderpflegerin betreut werden.
Die Erzieherinnen fördern die unter drei-jährigen Kinder durch altersgerechte Spielsachen, Bilderbücher, Musikinstrumente, Bastelangebote und Rollenspiele. Ein Schwerpunkt liegt auf der Sprachförderung, bzw. dem Erwerb der Sprache, hierzu setzen wir Knie- und Fingerspiele, Lieder und Bilderbücher ein.
Die enge Zusammenarbeit mit den Eltern in Bezug auf Sauberkeitserziehung, Routinen hinsichtlich Schlafen und Essen, hilft den Erzieherinnen den Kleinkindern eine stabile und geborgene Atmosphäre auch außerhalb des Elternhauses zu bieten. Dazu gehört auch, die Eltern über die täglichen Vorkommnisse und Aktivitäten ihrer Kinder zu informieren.

4.3. Schulkinder
Ab September 2016 bietet die Grundschule Muggendorf eine Form der offenen Ganztagsschule mit Hausaufgabenbetreuung an. Die Mittagsbetreuung in unserer Einrichtung entfällt aus diesem Grund.

4.4 Integration/Inklusion

5. Das Team

In unserer Einrichtung arbeiten vier Erzieherinnen und drei Kinderpflegerinnen sowie eine Kinderpflege Praktikantin.
Im 4- wöchigem Rhythmus finden Teambesprechungen statt, die Gruppenleiterinnen treffen sich wöchentlich. Alle Mitarbeiterinnen nehmen regelmäßig an Fortbildungen teil und können auf eine gute Auswahl an Fachliteratur zurückgreifen.

6. Träger
Betrieben wird die Tagesstätte von der Evangelischen Kirchengemeinde Streitberg unter Vorsitz von Pfarrerin Ulrike Werner.

7. Öffnungszeiten/Schließzeiten
Unsere Kindertagesstätte besteht aus drei Langzeitgruppen, die wie folgt geöffnet haben:
Bringzeit: 7:00 Uhr - 8.30 Uhr
Abholzeit: 12:30 Uhr- 13:00 Uhr und von 15:00 Uhr – 16:00 Uhr
Freitag. 12:30Uhr-14:00 Uhr
Wir schließen immer zwischen Heiligabend und dem 6. Januar, in den Faschingsferien, die zweite Woche der Pfingstferien und im August für drei Wochen. Näheres entnehmen sie bitte dem Aushang im Kindergarten.

8. Beiträge

Krippenkind:
3-4 Std. 150.-€
4-5 Std. 160.-€
5-6 Std. 170.-€
6-7 Std. 180.-€
7-8 Std. 190.-€
8-9 Std. 200.-€

Kindergartenkind:
4-5 Std. 80.-€
5-6 Std. 85.-€
6-7 Std. 90.-€
7-8 Std. 95.-€
8-9 Std. 100.-€
Geschwister 25% ermäßigt


B. Pädagogische Konzeption

1. Unser Bild vom Kind
Die Kindertagesstätte Streitberg betrachtet die Kinder als Akteure ihrer Entwicklung und Bildung.
"Sie wollen im Dialog mit anderen an allen Weltvorgängen teilnehmen, um ihr Weltverständnis kontinuierlich zu erweitern." (aus: Bayrischer Bildungs- und Erziehungsplan, S. 23).
Schon unmittelbar nach der Geburt beginnt das Kind damit, seine Umwelt zu erkunden und sich mit ihr auszutauschen, dies bestätigt die entwicklungspsychologische und neurowissenschaftliche Säuglings- und Kleinkindforschung. Kinder tragen aktiv und mit bemerkenswerter Leichtigkeit und Geschwindigkeit zu ihrem eigenen Lernen bei. Das selbstständige Lernen der Kinder erfordert daher meist nur kleine Hilfestellungen der Erzieherin (Zitat Maria Montessori: "Hilf mir, es selbst zu tun.").
Oberstes Ziel dabei wäre die Entfaltung der Persönlichkeit, Begabung und der geistig-körperlichen Fähigkeiten.
Wir möchten deshalb die Kinder in ihren selbstständigen Lernprozessen unterstützen, indem wir Impulse geben und sie als Bildungspartner im Alltag begleiten. (s. 2.3: Rolle der Pädagogin)
"Bildung ist nach christlichem Verständnis ein umfassendes Geschehen der Persönlichkeitsentwicklung" (aus: Wo Glaube wächst und Leben sich entfaltet, Rat der EKD, 2004, S. 77)

2. Pädagogische Grundhaltungen

2.1 Bedeutung des Spiels

Definition: Spielen ist das selbständige und freiwillige Lernen der Kinder (alleine oder in der Gruppe) von Fähigkeiten, die sowohl im Alltag als auch im Umgang wichtig sind. Dabei können sich Regeln entwickeln.
Erwachsene empfinden das Spiel der Kinder oft als zweckungebunden, ja sinnlos. Für Kinder jedoch ist das Spiel, allem voran das Freispiel (d.h. das Kind wählt Partner, Dauer und Art des Spieles selber) der primäre Lernort. Spiel ist das Leben eines Kindes. Kinder be „greifen“ die Welt um sich herum, während sie Geschehnisse, Situationen und Erlebnisse beobachten und dann aktiv daran teilnehmen. Dabei baut das Kind individuelle und kommunikative Fähigkeiten auf. In der handelnden Auseinandersetzung des Kindes mit seiner Umwelt entwickelt das Kind Persönlichkeit. Beim Spielen erwirbt das Kind kognitive, soziale, emotionale und motorische Kompetenzen. Die Aussage Jean Piagets stellen wir dabei in den Vordergrund: „Alles was wir dem Kind lehren, kann es nicht mehr selbst entwickeln und damit WIRKLICH lernen“. Wichtig für das Kind sind Spielsituationen in denen das Leben stattfindet. Beispiele hierfür sind: Höhlen, Bäume, Wald, Wiesen, Projekte, Feste, Erkundungen, Hämmern, Sägen, Laufen, Springen, Buddeln usw. Als pädagogische Mitarbeiter fassen wir Impulse aus dem Freispiel gezielt auf und zeigen echtes Interesse am Tun und Handeln des Kindes. Auch lernen Kinder nur dann, wenn sie an der Sache interessiert sind. Dieses pädagogische Konzept wird unterstützt durch unsere Räumlichkeiten. Anregungen für freies Spiel finden die Kinder in der/bei
Puppenecke
Bücherecke
Bauecke
Bewegungsbaustelle
Turnhalle
Mal- und Basteltisch
Vorschulzimmer
Tischspiel, Puzzle

In unserer Kita wird daher keine „Programmkultur“ geboten, was jedoch die Arbeit nach dem BEP nicht ausschließt. Wir konzentrieren uns darauf diese Anforderungen gezielt und nicht nach dem System eines „Nürnberger Trichters“ umzusetzen. Unter Punkt vier sind unsere Arbeitsgrundlagen aufgelistet.

2.2 Gestaltung von Übergängen
Für das Wohlbefinden von Kindern und Eltern in der Einrichtung ist die Eingewöhnungsphase von großer Bedeutung. Jedes Kind soll die Eingewöhnung in seinem Tempo bewältigen und die Zeit bekommen, die es dazu braucht.
Von großer Bedeutung ist das Anmeldegespräch. Es ist der erste Schritt, um mit den Eltern die Eingewöhnungszeit gemeinsam zu gestalten.

Für die Eingewöhnung brauchen wir:
– die Verfügbarkeit der Eltern in den ersten 4 Wochen
– den Fragebogen über Vorlieben und Gewohnheiten des Kindes

Eingewöhnung von Familie in die Krippe
Für das Kind ist es wichtig, die Eingewöhnungsphase mit einer vertrauten Person (Mutter +Vater) zu bewältigen.
Der Ablauf gestaltet sich wie folgt:
– In den ersten drei Tagen bleibt die Mutter (bzw. Vater) eine bestimmte Zeit in
der Gruppe dabei und übernimmt alle anfallenden Aufgaben am Kind (füttern,
wickeln, usw...).
– Das Personal ist in dieser Zeit überwiegend Beobachter
– Ab der zweiten Woche nehmen die Erzieher den Kontakt zum Kind intensiver
auf, während die Bezugsperson sich zunehmend zurückzieht.

– Ab der dritten Woche bleibt nach Möglichkeit und Absprache das Kind eine
bestimmte Zeit alleine in der Gruppe.
– Der Zeitraum wird in der folgenden Zeit nach gemeinsamer Absprache mit den
Eltern und dem Personal gestaltet.

Eingewöhnung von der Familie in den Kindergarten
Für das Wohlbefinden des Kindes ist hier eine angemessene Eingewöhnungszeit sehr wichtig.
In der ersten Woche bleibt das Kind 2 Stunden in der Einrichtung während die Eltern auf Abruf verfügbar sind. Während der nächsten 3 Wochen steigert sich die Anwesenheitszeit nach Absprache mit den Eltern.
Nach Bedarf gibt es für jeden die Möglichkeit, dass die Eltern nach Absprache mit dem Personal in den ersten Tagen für einige Zeit beim Kind in der Gruppe bleiben dürfen.
Übergang von der Krippe in den Kindergarten
Der Übergang von der Krippe in den Kindergarten verläuft fließend.
Die Krippenkinder besuchen über einen längeren Zeitraum die Kindergartengruppe nach Bedarf mit einer vertrauten Betreuerin, bevor sie dann stundenweise alleine in die Kindergartengruppe gehen.
Übergang von dem Kindergarten in die Schule
Der Übergang von Kindergarten zur Schule verläuft bei uns begleitend und fließend ab.
Die Lehrerin der Grundschule Muggendorf kommt wöchentlich in unsere Einrichtung und besucht die Vorschulkinder, spielt mit ihnen und bereitet sie gezielt auf den Schuleintritt vor.
Gemeinsam nehmen die Vorschulkinder auch an Theateraufführungen oder ähnlichem in der Schule teil.

2.3 Partizipation/Mitbestimmung
In der Kita Streitberg treten sich Kinder und Erwachsene als Partner respektvoll gegenüber. Unsere Atmosphäre ist geprägt von gegenseitiger Wertschätzung. Ziel unseres pädagogischen Handelns ist die Mitbestimmung der Kinder an der Gestaltung des Alltags. Zu berücksichtigen dabei sind die geistigen, psychischen und physischen Voraussetzungen der Kinder. Wir wollen, dass sich die Kinder aktiv an Zielvereinbarungen und inhaltlichen wie methodischen Schwerpunkte beteiligen. Wichtigstes „Instrument“ dafür ist der Dialog zwischen den Erzieherinnen und den Kindern. Kinder erlernen die demokratischen Grundprinzipien, die sie in ihrer Entwicklung vorantreiben. Bei uns erfahren die Kinder Demokratie z. B bei Kinderkonferenzen und im Freispiel.

2.4 Rolle der Pädagogin
In unserer Kindertageseinrichtung arbeiten vier Erzieherinnen, drei Kinderpflegerinnen und eine Praktikantin. Alle Teammitglieder der Einrichtung arbeiten im Gruppendienst auf der Basis in dieser Konzeption beschriebenen Grundlagen.
Inhalte der Teamsitzung sind:
Weiterentwicklung der Konzeption der Einrichtung, Festlegung der Standards und Prozessbeschreibungen, Aufnahme neuer Kinder, gruppenübergreifende Aktionen Wochendokumentation.

3. Methoden der pädagogischen Arbeit

3.1 Ruhe und Entspannung

Ein Tag in der Einrichtung ist anstrengend für das Kind. Daher ist es wichtig, dass die Kinder zur Ruhe kommen und wieder neue Kraft und Energie schöpfen können. Sich ausruhen und schlafen ist ebenso wie Essen eine Notwendigkeit im Tagesablauf.

- Unseren Kindern stehen Räume, Nischen und Ecken für den Rückzug zur
Verfügung. Sie sind gemütlich und ruhig gestaltet
- Unsere Einrichtung verfügt über 12 Schlafplätze
- Der separate Schlafraum im Krippenbereich kann abgedunkelt werden
- Ebenso findet man im Außenbereich „ruhige Zonen“, die durch Büsche oder
Bäume abgetrennt sind
- Neben der Rücksichtnahme auf das Ruhebedürfnis einzelner Kinder wird auch
der Tagesablauf mit ruhigen Aktivitäten gestaltet: z. B. Entspannungsübungen,
Phantasiegeschichten und Traumreisen nach einer intensiven Turnstunde.
Beliebt sind auch Übungen mit der Klangschale.

Die Kinder können und dürfen sich selbständig zurückziehen

3.2 Tagesablauf/ Mittagessen
Ab 7.00 Uhr kommen Kinder in der Krippengruppe an. Ab 8:00 Uhr wählen sie in ihrer Stammgruppe ein Spiel bzw. die Vorschulkinder erledigen ihre Vorschularbeit.
Um 8.30 Uhr beginnen wir den Tag mit einem gemeinsamen Morgenkreis. Danach können die Kinder die mitgebrachte Brotzeit frühstücken. Danach finden die Freispielzeit und evtl. gruppenübergreifende und interne Angebote statt, die die Kinder meist selbst wählen können.
Um 12.00 Uhr Mittagessen, danach Schlafzeit für die Kleinen.
Am Nachmittag stehen den Kindern verschiedene Möglichkeiten offen, Freispielzeit, Garten, Bastelangebote bis sie abgeholt werden.

An fünf Tagen in der Woche bieten wir warmes Mittagessen für die Kinder an. Das Essen wird von der Küche des Altersheimes Streitberg (Haus Martin Luther) geliefert und erfüllt somit die Ansprüche der Eltern an Frische und Qualität.
Die Mahlzeiten werden von unseren Kindern gemeinsam eingenommen und fördern das Gemeinschaftsgefühl der Kinder und vermitteln ein Gefühl der Geborgenheit.
Gesunde Ernährung ist grundlegend für Gesundheit und Wohlbefinden und Ernährungsverhalten ist ein zentraler Bestandteil eines gesunden Lebensstils. Deshalb bieten wir den Kindern täglich Obst und Gemüse aus dem Projekt „Schulobst“ an.

3.3 Beobachtung/Dokumentation

3.4 Gruppenübergreifendes Arbeiten

3.5 Vorschularbeit

Unser Kindergarten und die Grundschule sind stetig bemüht die Zusammenarbeit auszubauen und zu intensivieren. Daraus ergibt sich ein fließender Übergang vom Kindergarten zur Grundschule. Artikel 15, Absatz 2 des BayKiBiG fordert: "Die pädagogischen Fachkräfte in den Kindertageseinrichtungen und die Lehrkräfte an den Schulen sollen sich regelmäßig über ihre pädagogische Arbeit informieren und die pädagogischen Konzepte aufeinander abstimmen“. Für unsere Einrichtung stellt sich das wie folgt dar:
Die Vorschulkinder besuchen regelmäßig die Schule zu verschiedenen Aktivitäten, Graphomotorikkurs, Basteln, Fasching, Frühstück, Musical.
Einmal wöchentlich dürfen die künftigen ABC-Schützen mit der Kooperationslehrerin der Schule basteln, Geschichten hören, die Schule und Lehrerin kennenlernen.
Parallel dazu findet einmal in der Woche im Kindergarten zur Schulvorbereitung eine gezielte Beschäftigung in Absprache mit dem Lehrerkollegium für alle künftigen Schulanfänger statt.
Zusätzlich arbeiten wir täglich mit jedem Kind einzeln mit verschiedenen Materialien wie z.B. Nikitin, Lük, Flohkiste, Anlautspiele, Rechenspiele.

3.6 Individuelle Förderung

4. Förderung der Basiskompetenzen

4.1 Religiöse Erziehung

Da wir eine Evangelische Tageseinrichtung sind, ist uns christliche Erziehung ein großes Anliegen. Wir vermitteln den Kindern den Ablauf des Kirchenjahres gemeinsam mit der Pfarrerin, durch verschiedene Aktivitäten und Feste. Die Adventszeit, Nikolaus, Ostern, das Martinsfest und die Fastenzeit werden individuell gestaltet.
Jedes Jahr greifen wir einen Höhepunkt des Kirchenjahres heraus und gestalten diesen auf besondere Weise mit den Kindern.
Biblische Geschichten haben ihren festen Stellenwert bei uns, genauso wie gemeinsame Tischgebete und der Morgenkreis. Ein wichtiger Schwerpunkt liegt jedoch auch auf dem Vorleben und Vermitteln christlicher Werte, wie z.B. Nächstenliebe, Vergebung, Toleranz, Teilen, Gottvertrauen, Rücksichtnahme. Wir beschäftigen in unserer Kita auch eine katholische Erzieherin, um den Kindern beider Konfessionen den Glauben individuell vermitteln zu können.

4.2 Sprachliche Bildung und Erziehung

Die Möglichkeit sprechen zu können, bzw. Sprache zu erlernen ist für ein Kind von fundamentaler Bedeutung und beginnt bereits nach der Geburt.
„Von Anfang an versucht das Kind mit seiner Umwelt zu kommunizieren – mit Gestik, Mimik und Lauten – und es ist für seine Entwicklung von Kommunikation abhängig. Sprache kann sich nur in der Interaktion, im Wechselgespräch entfalten. Ein Kind erwirbt Sprache nicht nur beim Zuhören, sondern vor allem beim aktiven Sprachgebrauch.“ (BEP Seite ).
Auch der Evangelische KITA –Verband schreibt zu diesem Thema:
Kinder lernen Sprache in der Beziehung zu Menschen,
• die sich ihm zuwenden und die ihnen wichtig sind.
• die Antworten auf ihre Fragen haben und die mit Fragen ihre Antworten
hervorlocken,
• die sie begleiten bei dem Versuch, ihre Umwelt zu verstehen und bei
Handlungen die für Kinder einen Sinn ergeben.

Unser Ziel ist es die Lust und Freude an der Sprache in den Kindern zu wecken und zu fördern.
Wir möchten die Kinder motivieren ihre Gefühle, Bedürfnisse, Gedanken und Erlebnisse sprachlich auszudrücken.
Dazu brauchen die Kinder einen guten Wortschatz und die Fähigkeit Zusammenhänge und Abfolgen zu verstehen.
Durch aktives Zuhören wollen wir das Interesse an Dialogen fördern (wir wollen auf ihre Äußerungen eingehen und diese aufgreifen).
Auch die Ausdrucksformen der Körpersprache wie Gestik und Mimik sind wichtig, wie auch höfliche Umgangsformen und die Wertschätzung seines Gesprächspartners.
Dies fördern wir ganz gezielt:
• mit dem Würzburger Trainingsprogramms zur phonologischen Bewusstheit.
• Mit Bilderbüchern, Geschichten und Märchen
• Mit Kreis- und Fingerspielen
• Mit Liedern, Reimen und Gedichten
• In Rollenspielen geben wir den Kindern die Möglichkeit, sich mitzuteilen,
Erfahrungen zu verarbeiten und sich darzustellen
• Wir achten im Umgang miteinander auf höfliche Umgangsformen, (den
anderen ausreden lassen, in ganzen Sätzen sprechen und zuhören.)

In Einzelfall sind gezielte sprachunterstützende Maßnahmen möglich.
Die Sprachentwicklung wird regelmäßig bei deutschsprachig aufwachsenden Kindern mit einem SELDAK Beobachtungsbogen und für Kinder mit Migrationshintergrund mit einem SISMIK Beobachtungsbogen kontrolliert.

4.3 Musikalische Bildung
Wir wollen Kinder ermutigen, gemeinsam zu singen.
„Sie sollen lernen, Musik konzentriert und differenziert wahrzunehmen und Gelegenheit erhalten, verschiedene Musikinstrumente und die musikalische Tradition ihres Kulturkreises sowie fremder Kulturkreise kennen zu lernen." (AVBayKiBiG §11)
Einmal in der Woche findet für die Kinder musikalische Früherziehung statt. Dabei begleiten die Kinder unter Anleitung einer Erzieherin verschiedene Lieder mit Orffinstrumenten.
Im täglichen Kreis singen wir gemeinsam, begleiten dieses durch klatschen und hören uns ganz bewusst Musik an.
Auch gestalten wir mit den Kindern Klanggeschichten oder üben gemeinsam Tänze aus anderen Ländern ein.

4.4 Ästhetische, bildnerische und kulturelle Bildung und Erziehung
„ Kinder sollen lernen, ihre Umwelt in ihren Formen, Farben und Bewegungen sowie in ihrer Ästhetik wahrzunehmen und das Wahrgenommene schöpferisch und kreativ gestalterisch umzusetzen." (AVBayKiBiG §10)
In der täglichen Arbeit bieten wir den Kindern durch den Umgang mit verschiedenen Materialien und Techniken die Möglichkeit mit diesen zu experimentieren. Durch Exkursionen in der näheren Umgebung holen wir uns Anregungen in der Natur, die dadurch für die Kinder erleb- und begreifbar wird.
Größere Malprojekte wie z.B. Action Painting, das Gestalten eines großen Bildes auch mit außergewöhnlichen Materialien finden unter direkter Beobachtung der Natur im Garten statt.
Einmal im Jahr besuchen wir eine Theatervorstellung gemeinsam mit den Schulkindern in den Räumen der Grundschule.

4.5 Mathematische Bildung
„Kinder sollen lernen, entwicklungsangemessen mit Zahlen, Mengen und geometrischen Formen umzugehen, diese zu erkennen und zu benennen. Kinder sollen Zeiträume erfahren, Gewichte wiegen, Längen messen, Rauminhalte vergleichen, den Umgang mit Geld üben und dabei auch erste Einblicke in wirtschaftliche Zusammenhänge erhalten.“ (AVBayKiBiG §6)
Um den Kindern das Zurechtfinden im Zahlenraum zu erleichtern verwenden wir verschiedene Steckspiele und Legespiele zum Erlernen der geometrischen Formen und Reihen (Logeo, Nikitin, Triplex).
Wir geben den Kindern Denkanstöße z.B. Ist eine Orange oder eine Melone leichter? Was ist größer Gurke oder Banane?
Die Kinder bauen mit den Holzbausteinen nach Plan, um das räumliche Denken zu schulen.
Den Umgang mit Längen und Gewichten erarbeiten sich die Kinder an unserer Werkbank.

4.6 Naturwissenschaftliche und Umweltbildung
Da wir über ein großes Gartengrundstück verfügen, können die Kinder fast täglich die Zusammenhänge der Natur auf spielerische Weise erkunden. Wir stellen verschiedene Materialien (Röhren, Hölzer, Steine, Samen...) zur Verfügung und geben den Kindern Anregungen und Hilfestellung.
Um Veränderungen in der Natur zu beobachten, unternehmen wir regelmäßig Spaziergänge, z.B. zur Muschelquelle, Erdbeerfeld in Muggendorf…
Einmal im Monat findet unser Naturtag statt, an dem wir eine größere Wanderung planen.
In unserem Hausaufgabenraum steht den Kindern ein Computer mit verschiedenen Lernprogrammen zur Verfügung

4.7 Bewegungserziehung, Sport
Zur gezielten motorischen Förderung können wir die Turnhalle mit den Sportgeräten nutzen. Die Kinder können während der Freispielzeit in Kleingruppen und nach Absprache die Turnhalle auch selbstständig nutzen.
So oft wie möglich versuchen wir unser hügeliges Gartengelände zu nutzen. Dort stehen den Kindern Klettergerüst, verschiedene Rutschen, Kreisel, eine Wippe, diverse Fahrzeuge und Kletterbretter zur Verfügung. Durch die äußeren Gegebenheiten unseres Gartens werden die Kinder zur Bewegung animiert.

4.8 Gesundheitserziehung

4.9 Sozialerziehung
Das Kind erfährt in der Kindertagesstätte eine erweiterte Gruppenzugehörigkeit und Gemeinschaft, in der es folgendes lernt:
• Eigene Bedürfnisse und Interessen zur Geltung bringen, gegebenenfalls aber auch zurückzustellen
• Eigene Gefühle und Ansichten äußern
• Freundschaften schließen
• Toleranz gegenüber anderen Lebensformen, Verhaltensweisen und Einstellungen
• Angemessene Reaktionen auf Konflikte
• Verantwortung für die
Gruppe, Einzelne und Schwächere übernehmen

5. Erziehungspartnerschaft

Eltern sind seit der Geburt ihres Kindes die Experten für ihr Kind in der Familie. Die Familie ist in den ersten Lebensjahren der wichtigste und prägendste Bildungsort von Kindern.
Kinder erwerben in ihrer Familie Fähigkeiten, Einstellungen und Werte, die für ihren weiteren Lebensweg bedeutsam und entscheidend sind.
Eltern begleiten ihr Kind von Geburt an und sind darum aus diesem familiären Umfeld her kommend, Fachleute für ihr Kind.
Mit dem Eintritt in die Kindertagesstätte beginnt für die Familie ein neuer Lebens- und Bildungsabschnitt. Das bedeutet unter anderem: neue Bezugspersonen für das Kind, das Hineinwachsen in eine neue Gruppe. Das Kind gewinnt neben der Familie neue soziale Kontakte. Dieser Prozess bedeutet eine erste Ablösung von Kind und Familie, die Eltern geben einen Teil von Bildung und Erziehung in andere Hände.
Nun treten neben den Eltern als Familienexperten, die Mitarbeiterinnen unserer Kindertagestätte als Experten für das Kind in unserer Einrichtung auf.
Dieser Prozess gelingt für das Kind am besten durch vertrauensvolle Zusammenarbeit, Wertschätzung und Toleranz zwischen Eltern und Erzieherinnen.
Damit diese vertrauensvolle Zusammenarbeit Gestalt gewinnt, arbeiten wir in der Eingewöhnungs- und in den Übergangsphasen besonders intensiv mit den Eltern zusammen. In regelmäßigen Abständen bietet die Einrichtung den Eltern Einzelgespräche an. In unserem Kindergarten-Kalenderblatt informieren wir die Eltern über geplante Projekte, Vorhaben und Feste.
Die Eltern geben uns mit ihrem Kind, das wertvollste, was sie haben in die Obhut unserer Erzieherinnen. Es ist normal, dass hierbei auch einmal Konflikte entstehen können oder Befürchtungen auftreten. Eltern und Erzieherinnen wollen wir gleichermaßen ermutigen, zeitnah darüber Rückmeldung zu geben, damit wir bei einem baldigen Gesprächstermin Raum zur Klärung bieten können.
In unserem selbstgestalteten Kindergarten-Kalenderblatt informieren wir die Eltern über geplante Projekte, Vorhaben und Feste. Hinweise auf Termine und Veranstaltungen finden die Eltern zudem auf den Pinnwänden im Eingangsbereich unserer Kindertagesstätte und /oder vor den Gruppenräumen.
Regelmäßig führen wir Elternbefragungen in Form von detaillierten anonymen Fragenbögen durch. Die Ergebnisse werden den Eltern vorgestellt und fließen in die Praxis mit ein.
Einmal in Jahr wählt die Elternschaft ihre Vertretung, den Elternbeirat. Sein Handeln basiert auf den Vorgaben des BEP und des BayKiBiG. Eine seiner wichtigsten Aufgaben ist es die Interessen der Elternschaft gegenüber Team und Träger zu vertreten. Zusammen mit Team und Träger ist sein Handeln darauf ausgerichtet das Umfeld aller Kinder im Haus bestmöglich zu gestalten.
Weitere Aufgaben:
• Auf regelmäßig stattfindenden Sitzungen informiert der Elternbeirat über aktuelle und geplante Aktivitäten, zusammen mit Team und Träger werden Aufgaben und Maßnahmen herausgearbeitet und verteilt
• Team und Träger bei der Öffentlichkeitsarbeit unterstützen
• Steht dem Team bei der Organisation und Durchführung des Sankt-Martins-Spiels, von Tagen der offenen Tür, Oma- und Opa-Tagen oder auch durch finanzielle Unterstützung zur Seite
• Unterstützt das Team bei der Erstellung und Durchführung der jährlichen Elternbefragung
• organisiert z.B. den Elternstammtisch
• Beschaffung von finanziellen Mitteln für das Haus für Kinder: Organisation und Ausrichtung von jährlich zwei Second-Hand-Basaren, einem Stand beim Streitberger Adventsmarkt, der Sommerfest-Tombola und z.B. Kaffee- und Kuchenverkäufen; außerdem kann der Elternbeirat das Team zielgerichtet bei der Anfrage um Spenden bei Banken und anderen Institutionen unterstützen

Wir würden uns freuen, wenn diese Erziehungspartnerschaft von einer zuversichtlichen Neugier auf die Entwicklung des Kindes und des gemeinsamen Weges getragen wird.



C. Zusammenarbeit

Mit diesen Institutionen arbeiten wir zusammen:
o Kirchengemeinde
o Politische Gemeinde
o Grundschule Muggendorf
o Musikschule Ebermannstadt
o MSH
o Universität Bamberg
o Jugendamt Forchheim
o Landratsamt
o Fachberatung des evangelischen Landesverbandes
o Frühförderstelle
o Logopäden
o Kinderärzte
o Martin Luther Altersheim
o Ergotherapeuten
o Freiwillige Feuerwehr
o Kindergärten der näheren Umgebung
o Diakonisches Werk